Gelsenkirchen – Am Samstag, den 13. Juni 2026, kamen zahlreiche Delegierte und Gäste zur Mitgliederversammlung des Landesverbandes Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V. zusammen. Auch wir vom Bezirksverband Hamm-Kreis Unna waren vor Ort in der Heilig-Kreuz-Kirche in Gelsenkirchen-Ückendorf. Ein herzlicher Dank gilt Rainer Tiemann (Vorsitzender des Stadtverbandes Gelsenkirchen der Kleingärtner) sowie dem Landesverband für die hervorragende Organisation dieses Tages. Es war eine rundum gelungene Versammlung, die wichtige Weichen für die Zukunft stellte und viel Raum für den gemeinsamen Austausch bot.
Starkes Signal aus der Politik: Kleingärten im Fokus von Land und Kommune
Ein zentraler Programmpunkt waren die Grußworte von Dr. Martin Berges (Staatssekretär für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW, in Vertretung für Ministerin Silke Gorißen) und Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Andrea Henze. Beide machten überdeutlich, dass das Kleingartenwesen fest auf der politischen Agenda steht und würdigten die enorme Transformation unserer Region: Wo früher Bergbau, Kohle und schwere Industrie das Bild des Ruhrgebiets prägten, bilden die Kleingärten heute den lebendigen Gegenpol. Aus den einstigen Zentren der Kohleförderung sind unverzichtbare Areale für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und den Naturschutz geworden.
Dass diese grüne Infrastruktur so erfolgreich bleibt, ist jedoch kein Selbstläufer. In den Reden wurde betont, dass unser Landesverband im stetigen Austausch auf Augenhöhe mit dem Ministerium steht. Nur durch diesen kontinuierlichen Dialog und eine engagierte Interessenvertretung wird es überhaupt möglich, wichtige finanzielle Förderungen zu sichern und die Zukunft der Anlagen aktiv mitzugestalten. Dank dieses direkten Drahts zur Landespolitik bleiben Unterstützung und Förderung ganz oben auf der Tagesordnung.
Verbundenheit und beste Stimmung: Grußworte und die Schreberjugend
Die starke, landesweite Verbundenheit unter den Gartenfreunden über Verbandsgrenzen hinweg unterstrich auch Peter Terlau (Stellvertretender Vorsitzender des LV Rheinland der Gartenfreunde) in seinen herzlichen Grußworten an die Versammlung.
Wie lebendig und mitreißend dieses Gemeinschaftsgefühl gefeiert werden kann, bewies direkt im Anschluss der Nachwuchs: Für ein absolutes Stimmungs-Highlight im offiziellen Programm sorgte die Tanzformation der Hassler Schreberjugend Gelsenkirchen. Sie wirbelte mit einer energiegeladenen Performance unter anderem zum Kulthit „Atemlos“ durch den Saal. Der Auftritt riss die Delegierten sprichwörtlich von den Sitzen und zeigte wieder einmal eindrucksvoll, wie modern, dynamisch und voller Lebensfreude die Vereinsjugend ist.
Der offizielle Teil: Kontinuität bei den Wahlen und wichtige Zukunftsthemen
Neben den Programmpunkten wurde natürlich auch intensiv gearbeitet. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Berichte für die Jahre 2024/2025 sowie die Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2026/2027. Nach der Entlastung des Vorstandes folgten die turnusgemäßen Wahlen. Hier setzten die Delegierten auf Kontinuität: Für den Vorsitz, die Schriftführung, die Landesfachberatung sowie die Kassenprüfung wurden die bisherigen Personen in ihren Ämtern wiedergewählt und somit im Amt bestätigt.
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ gab es zudem ein wichtiges politisches Statement: Auf Antrag des Stadtverbandes Dortmund äußerte sich der Landesvorsitzende Rolf Rosendahl zu dem im Raum stehenden Austritt des Landesverbandes aus dem Bundesverband zum 31.12.2026. Rosendahl betonte, dass der Landesverband weiterhin absolut offen für Gespräche ist und noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Entsprechende Gespräche hierzu sind für das vierte Quartal dieses Jahres geplant.
Gemütlicher Ausklang im KGV Wiehagen
Nachdem der Landesvorsitzende Rolf Rosendahl den offiziellen Teil der Versammlung geschlossen hatte, ging es zum geselligen Teil über. Der Stadtverband Gelsenkirchen hatte alle Gäste zu einem gemeinsamen Ausklang in die nahegelegene Anlage des KGV Wiehagen eingeladen. Bei bestem Wetter, kalten Getränken und guten Gesprächen nutzen wir die Gelegenheit, uns mit den Gartenfreundinnen und Gartenfreunden aus anderen Bezirksverbänden auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Partnerschaften zu vertiefen.
Fazit: Die Versammlung hat wieder einmal bewiesen: Unser Kleingartenwesen lebt vom Miteinander und vom ehrenamtlichen Engagement. Auf diesem starken Boden wird auch in Zukunft viel Gutes für unsere Region wachsen!
Gut Grün!